Viele Menschen gehen in die Spielbank um dort ein wenig Zeitvertreib und Gesellschaft zu finden, natürlich auch um nach dem Glück zu suchen. Mit der Zeit bekommen die Stammgäste einen Einblick in die manchmal merkwürdigen Ereignisse im Casino und wenden sich dem systematischen Spiel zu. Aber haben die Spieler wirklich die Roulettestrategie erfunden?
Dieser schon fast philosophische Ansatz hat mehr Wahrheit als den meisten Spielern lieb sein wird. Das Roulette fesselte schon Generationen von Besuchern der Spielbanken, und früher gab es keine Systeme. Die entstanden erst viel später. Auch der Stellenwert des Spiels an sich hat sich vollkommen verschoben. Früher gab es in den Orten wo die Casinos ihren Platz hatten sogar Spielverbot für die Bewohner der Stadt, weil man befürchtete, dass sich die eigenen Bürger ruinieren würden. Gegen das Geld auswärtiger Gäste hatte man traditionell niemals etwas einzuwenden.
Das Roulette war früher das Spiel der Grossen, wird auch bis heute noch das Grosse Spiel genannt. Die gehobene Gesellschaft konnte sich früher diesen Luxus gönnen, der kleine Mann war eher nicht gerne gesehen. Auch das änderte sich mit der Zeit. Doch woher kam der ursprüngliche Impuls, der Spieler dazu übergehen liess, sich selbst eine Roulettestrategie zu entwickeln?
Aus psychologischer Sicht kann es nur eine Antwort geben: Es waren die Casinos selbst!
So überraschen diese Antwort auch ist, man kann sie durchaus begründen. Früher gab es am Tisch weder Menschen, die sich die gefallenen Zahlen notierten, und auch sonst wurde dem Verlauf des Zufalls wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei gibt es ständig viele Tendenzen, die man selbst beim Münzwurf bei Kopf und Zahl nach einer gewissen Zeit entdecken kann. Früher wurde aber fast ausschliesslich intuitiv gespielt, und ein System im Handeln der am Spieltisch beteiligten Personen war kaum auszumachen.
Irgendwann kam der Zeitpunkt als die elektronischen Anzeigen die Spielsäale bereicherten. Die zuletzt geworfenen Zahlen (ca. 12-20) wurden auf einer Tafel in Form einer Permanenz aufgeschlüsselt dem Betrachter vor Augen geführt, sortiert nach Rot und Schwarz. Im wahrsten Sinne des Wortes konnte nun der Spieler mit einem Blick die Wellenbewegungen sehen die das Roulette produziert.
Das war wahrscheinlich der Auslöser für die Entwicklung und Entstehung der ersten ernsthaften Systeme. Aufgrund dieser Permanenzanzeigen, die auch einfach mitzuschreiben waren, konnte nun jeder sich Gedanken darüber machen wie man die eigenen Aussichten auf Erfolg vielleicht ein wenig verbessern konnte. Die Anzahl der Spieler, welche mit einer Roulettestrategie in das Casino kamen, wuchs beständig, und dieser Trend hält bis heute an.
Wenn auch ungewollt haben die Spielbanken mit dem Fortschritt der Technik dafür gesorgt, dass aus dem rein gesellschaftlichen Flair und dem Spiel aus dem Bauch heraus ein Spielertyp enstand, der mit analytischen Möglichkeiten seine Chance sucht.
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