Wer die Wahl hat, der hat bekanntlich auch die Qual. Was für ganz viele Lebensbereiche gilt trifft auch dann zu, wenn es um die Entscheidung geht, welche Brillengläser genau die richtigen sind. Denn Brillenglas ist längst nicht Brillenglas, unterschiedliche Materialien oder Ausfertigungen stehen den Brillenträgern zur Verfügung. Was für den Einen optimal ist, muss nicht automatisch auch für den Anderen das absolute Nonplusultra sein. Mineralglas oder Kunststoffglas? Was wird außerdem benötigt: Einstärkengläser, Bifokalgläser, Gleitsichtgläser, phototrope Brillengläser oder doch vielleicht Sonnenschutzgläser?
Was auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheint, kann in aller Regel aber schnell überschaut und eingegrenzt werden. Die Entscheidung für Kunststoffgläser oder Brillengläser aus Mineralglas ist von mehreren Faktoren abhängig.
Oftmals geht es in erster Linie um das Gewicht. Kunststoff ist bedeutend leichter, was sich besonders bei hohen Dioptrien-Werten angenehm bemerkbar macht. Aufgrund ihrer Bruchsicherheit werden Kunststoffgläser ebenfalls geschätzt und kommen deshalb in Sportbrillen und Kinderbrillen zum Einsatz.
Brillengläser aus Mineralglas hingegen sind preislich günstiger und nicht ganz so anfällig für Kratzer.
Personen, die nur von Kurzsichtigkeit oder nur von Weitsichtigkeit betroffen sind, benötigen Einstärkengläser. Wer sowohl kurzsichtig als auch weitsichtig ist, kann sich entweder für zwei separate Brillen oder aber auch für kombinierte Brillengläser entscheiden. Bei den Bifokalgläsern – auch Zweistärkengläser genannt – und den Gleitsichtgläsern – auch bekannt als Progressivgläser – gibt es zwei verschiedene Sehbereiche: einen für die Ferne, den anderen für die Nähe. Durch diese Kombination entfällt das unter Umständen lästige Wechseln der Brille, sie kann sowohl zum Lesen als auch zum Autofahren getragen werden.
Das besondere Merkmal der phototropen Brillengläser ist der sich ändernde Tönungsgrad. Je höher die UV-Strahlung ist, desto stärker dunkeln die Gläser nach. Aus einer einfachen Brillen wird so eine Sonnenbrille, die besonders für lichtempfindliche Personen bestens geeignet ist.
Mit Sonnenschutzgläsern ist der Brillenträger bestens bedient, der zwar einen effektiven Schutz vor Sonnenstrahlen haben möchte, aber keine Anpassung an die Lichtverhältnisse benötigt. Der Tönungsgrad ändert sich bei ihnen nämlich nicht.
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