Eigener Webspace ist günstig – meist sogar kostenlos- von zahlreichen Anbietern einfach zu erhalten. Gratishoster bieten heute meist mehr Leistungen als man sie früher von Payhostern erhalten konnte. Die Situation auf dem Hostingmarkt scheint für den Kunden ideal.
Doch immer weniger Websurfer nutzen eigenen Speicherplatz im Netz, während das Angebot steigt, sinkt die Nachfrage beträchtlich. Statt zu einer eigenen Domain greifen Webuser immer öfter zu Angeboten von Social Networking Portalen, die vorgefertigte Lösung für die schnelle Präsentation im Netz liefern. Die eigene Homepage benötigt weitaus mehr Aufwand für Wartung und Gestaltung. Dieser wird von vielen Webnutzern gerne zugunsten eingeschränkter Darstellungsmöglichkeiten aufgegeben. Darüber hinaus lassen sich alle Funktionen der klassischen Homepage von Blogging Portalen, Wikis und Communities auffangen und weitaus besser zentralisieren. Eine letzte Funktion der persönlichen Webspace lag traditionell bei der Bereitstellung von Dateien. Dies wurde immer weniger relevant mit dem Aufkommen von One-Click Hostern und Instant Messaging. Diese Webzentralisierung hat jedoch auch viele gute Seiten. Wissen, welches auf obskuren und schwer zu findenden Homepages gesammelt war, findet sich nun in Wikis wieder, Personen lassen sich in großen Portalen schnell und unkompliziert finden.
Weitestgehend vorbei ist damit das Domainchaos mit hunderten Unterseiten von gratis Hostern, auf denen sich inkonsistent designte Webseiten tummeln, die zudem nur mit äußerster Mühe zu finden sind. Diese Entwicklung geht einher mit der Umwandlung des World Wide Web von einem unidirektionalen zu einem bidirektionalen Medium. Die Informationen werden nun zwischen Peers getauscht, der Privatmensch muss nicht länger zum Informationsanbieter werden und eine Website erstellen, um das Netz zu gestalten.
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