Rammsporn und Schanzkleid beweisen augenfällig, dass schon die Ägypter und Phöniker damit begannen, ihre Handelsschiffe für den Seekrieg umzurüsten und einen speziellen Typ von Kriegsschiffen zu entwickeln. Historische Bedeutung erlangte die Seeschlacht von Salamis, in der im Jahre 480 v. u. Z. die griechische Flotte die der Perser und Phöniker besiegte, in der die schnelleren und wendigeren griechischen Drei- und Fünfruderer die schwerer gebauten Schiffe ihrer Gegner zu Hunderten in den Grund bohrten. Den Oberbefehl über die aus 390 Einheiten bestehende griechische Flotte führte Themistokles (um 527-459 v. u. Z.), der aus den Einkünften der Silberbergwerke von Laurion den Ausbau der griechischen Häfen und den Aufbau einer starken Kriegsflotte finanziert hatte. Die zahlenmäßig überlegene, von König Xerxes befehligte Flotte der Perser bestand vorwiegend aus Schiffen der phönikischen Mutterstädte. Innerhalb nur weniger Stunden sollen die Perser in der Seeschlacht von Salamis mehr als zweihundert Schiffe verloren haben, während die Verluste der Griechen mit vierzig Schiffen beziffert werden. Ein zweiter Angriff der Perser im Jahr darauf am Vorgebirge von Myköle endete für Xerxes nicht weniger verlustreich und zwang ihn, seine Herrschaftsansprüche in der Ägäis aufzugeben. Mit der 3D Darstellung antiker Schiffe, Techniken und Gebäude soll den Besuchern von Museen und Ausstellungen ein Einblick in die Architektur und Baukunst der Antike gegeben werden. Um die zum großen Teil nicht mehr existierenden Kriegsschiffe digital zu rekonstruieren und darzustellen, sollen die neusten Techniken der 3D Visualisierung (3D Aufmaß, 3D Cad, 3D interaktiv) zum Einsatz kommen. Den Besuchern kann so ein einzigartiges Geschichtserlebnis vermittelt werden.