Handball ist wieder populär in Deutschland, nachdem die deutschen Männer am 4. Februar 2007 in der heimische Kölnarena den Handball-Weltmeistertitel gegen Polen errangen. Innerhalb kürzester Zeit hat sich der Handball, der vor der Weltmeisterschaft im Vergleich zum Fußball noch eher ein Nischedasein fristete, durch die begeisternden Leistungen der deutschen Handballer und ihren Weltmeistertitel zurück ins Rampenlicht gespielt.
Betrachtet man die einzelnen Spieler aber genauer, die den Triumph ermöglichten, so tauchen da selbst für viele Handballinteressierte Namen auf, die im Rahmen der Nationalmannschaft bisher eher unbekannt anmuten. Oliver Roggisch, Dominik Klein, Johannes Bitter oder Michael Kraus, um nur einige zu nennen, sind sämtlich junge Spieler, die vor der Handball Weltmeisterschaft noch kaum einer kannte und die sicht mit dem Erfolg ihrer Mannschaft profiliert haben.
Das sprichwörtliche Verletzungspech, das den deutschen Handball pünktlich zu jedem größeren internationalen Turnier heim zu suchen scheint, war sicherlich Ausgangspunkt für diese Entwicklung. Doch haben auch die jungen Nachwuchstalente, selbst viel dazu beigetragen. Diese haben nämlich ihren Einsatz als Chance genutzt, die sich durch Verletzungen arrivierter Stars wie zum Beispiel Oleg Velyky oder Markus Baur ergab. Mit überzeugenden Leistungen standen sie auch in kritischen Spielsituationen ihren Mann und erfreuten das Publikum.
Nun gilt es, diese Aufwärtsentwicklung im deutschen Handball auch für die heimische Bundesliga fruchtbar zu machen. Das heißt konkret, viel Spielzeit für die deutschen Nachwuchshoffnungen, aber auch gezieltes Werben um mehr Zuschauer sowie Vereinsmitglieder, um die aufgekommene Handballbegeisterung nicht gleich wieder ungenutzt verstreichen zu lassen. Auf einer solchen Basis kann man der Zukunft des deutschen Handballs dann getrost entgegen blicken.
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