Lösen Social-Network Portale die klassischen Single-Börsen ab?
Im Rahmen der letzten Jahre und mit dem Aufkeimen des Web 2.0 erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit - Social Network Portale. Nach Vorbildern amerikanischer Anbieter wie z.B. Facebook entstehen auch in Deutschland immer neue Plattformen, um sich mit anderen Menschen auszutauschen, Hobbies und Interessen zu teilen und vielleicht - so wohl die Hoffnung mancher Mitglieder von StudiVZ und Co. - auch den Partner fürs Leben zu finden.
Gibt es dabei überhaupt einen Unterschied den Profilen eines Social-Networking-Anbieters und den schon seit vielen Jahren vorhandenen Kontaktanzeigen bei Online-Singlebörsen, die einem längst auch online die Möglichkeit geben, Profile und Kleinanzeigen anderer Menschen nach gewissen Kriterien zu durchstöbern? Passiert es nicht auch hier, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, zu chatten oder mailen und auf diese Weise vielleicht den ersten Schritt in Richtung einer Partnerschaft zu machen?
Die Antwort lautet: Ja - aber nicht nur. Im Vergleich zur klassische Singlebörse, egal ob im Internet oder auch in den Agenturen des wirklichen Lebens, sind nur die wenigsten Benutzer eines Social Networks mit dem Vorsatz unterwegs, einen Partner zu finden - selbst wenn es sich bei ihnen um Singles handelt. Spürt man als Nutzer einer Singlebörse möglicherweise den Druck, nach der Anmeldung auf Teufel komm raus in hunderten von Kontaktanzeigen eine liebevolle Partnerin oder netten Partner finden zu müssen, was unnötigen Druck aufbaut und gerade deshalb das Finden deshalb erschweren dürfte, ist der Umgang in einem Social Network Portal viel lockerer. Eher als persönliche Profile denn als Kleinanzeigen lassen sich die Einträge dort verstehen. Und dadurch lässt es sich oftmals leichter und ungezwungener ins Gespräch miteinander kommen - und vielleicht gerade deshalb den oder die Richtige fürs Leben finden.