Schwefelsäure hat die chemische Formel H2SO4. Beim Umgang mit der stark ätzenden, leicht zähflüssigen, öligen Flüssigkeit sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Augen- und Handschutz sind unbedingt notwendig. Bei der Reaktion mit Wasser entsteht Wärme, daher darf niemals Wasser auf die Säure, sondern immer nur die Säure auf das Wasser gegeben werden. Trotz ihrer Gefährlichkeit ist Schwefelsäure ein begehrter Rohstoff für die verschiedensten Anwendungen. Es handelt sich sicherlich um die am meisten produzierte Chemikalie der Welt. So wird Schwefelsäure z. B. bei der Düngemittelproduktion eingesetzt. Aber auch zur Herstellung von Waschmitteln, Batterien (Batteriesäure) und Sprengstoffen wird Schwefelsäure benötigt. Durch ihre starke hygroskopische, also Wasserbindende Eigenschaft wird sie auch als Trocknungsmittel eingesetzt.
Aufgrund der starken Reaktion mit organischen Stoffen kann Schwefelsäure damit nachgewiesen werden. Die Schnelligkeit der Schwarzfärbung des Stoffes, z. B. eines Holzspanes, als Resultat der Reaktion mit Kohlenstoff zeigt auch die Konzentration der Schwefelsäure an.
Hergestellt wird Schwefelsäure hauptsächlich durch verbrennen von Schwefel oder die Verhüttung schwefelhaltiger Erze. Das dadurch entstandene Schwefeldioxid ist der Grundstoff für die Produktion von Schwefelsäure. Da aber der Produktionsprozess und auch die Schwefelsäure für die Umwelt problematisch sind, wird mehr und mehr nach Ersatzstoffen gesucht. Bis vor einigen Jahren war aber die Jahresproduktion von Schwefelsäure noch ein Zeichen für den Stand der industriellen Entwicklung.