Die Sackkarre ist eine äußerst praktische Angelegenheit: Die Karre mit zwei Rädern dient vor allem dazu, eher schwere Lasten zu transportieren und befördern. In Österreich haben die Sackkarren eine andere Bezeichnung erhalten, dort nennt man sie „Sackrodel“. Beide Bezeichnungen gehen auf denselben Ursprung zurück. Denn in früheren Zeiten transportierte man mit der Sackkarre oder dem Sackrodel vor allem Säcke. Heute dagegen werden alle möglichen schweren Gegenstände damit transportiert. Säcke sind ohnehin nicht mehr so häufig im Einsatz. Doch völlig gleich ob Sackkarre oder Sackrodel, das Gefährt kann den Alltag im Einzelfall deutlich erleichtern.So funktionieren Sackkarren: Sackkarren funktionieren mit einer einfachen, aber intelligenten Mechanik. Diese richtet sich natürlich auch nach der jeweiligen Tätigkeit beziehungsweise dem Zweck, den die Sackkarre erfüllen soll. Die Radnabe ist immer zugleich der Hebeldrehpunkt der Sackkarre. Am unteren Ende der Sackkarre befindet sich ein Auflagewinkel, auf den die zu befördernden Gegenstände aufgelegt werden. Den Auflagewinkel nennt man auch Schaufel, Schüppe oder Plattform. Die Länge und die Form des Auflagewinkels können sich von Sackkarre zu Sackkarre unterscheiden. Bei besonders funktionellen Sackkarren ist der Auflagewinkel sogar klappbar. Die Reifen sind heute meist entweder aus Vollgummi oder aber luftbereift. In früheren Zeiten hatten die Sackkarren noch gusseiserne Räder. Weil man mit der Sackkarre des Öfteren auch ein paar Treppen überwinden muss, haben sich die Hersteller ein besonderes Extra ausgedacht. So besitzen manche Sackkarren neben den zwei Haupträdern noch so genannte Sternräder – meistens drei, manchmal aber auch fünf. Diese ermöglichen ein sicheres Abrollen der Sackkarre auf den Stufen. Noch luxuriösere Varianten besitzen gar einen elektronischen Antrieb oder einen ganz speziellen Steigemechanismus. Das Material, aus dem die Rahmen der Sackkarren gemacht sind, kann sich ebenfalls unterscheiden. Möglich sind zum Beispiel Stahlrohr, Edelstahl oder aber Aluminium. Selten gibt es auch noch Holzrahmen, doch dies ist eher bei älteren Modellen zu finden. Ob man es glaubt oder nicht: Die Möglichkeit, eine Sackkarre zusammen zu klappen besteht erst seit dem Jahr 1990.
Eine besondere Variante der Sackkarre ist italienischer Bauart, der so genannte Caretto. Dieses Gefährt war ursprünglich speziell für die engen Gassen der italienischen Stadt Venedig entwickelt worden. Im Laufe der Jahre wurde der Caretto weiterentwickelt und verbessert. So kann er heute beispielsweise auch enge Treppen überwinden. Ganze 150 Kilogramm kann die italienische Variante transportieren. Doch es kommt auch vor, dass mit der Sackkarre ganze 300 bis 500 Kilogramm befördert werden.
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