In dem humoristischen Klassiker des bekannten Satirikers Loriot, dem „Kosakenzipfel“ erzählt eine deutlich übergewichtige Frau fortgeschrittenen Alters, dass sie jetzt begonnen habe, Reitunterricht zu nehmen. Die nur wenig motivierte Antwort einer anderen Frau am selben Tisch lautet in diesem Sketch: „Reiter werden ja immer gebraucht.“ Wie groß die Aussichten dieser vollschlanken Frau aus dem Sketch gewesen sein mögen, tatsächlich die in der Reitschule erworbenen Fähigkeiten für eine berufliche Laufbahn auf dem Pferde einzusetzen, wird in dem TV-Klassiker nicht verraten. Es bleibt auch zu bezweifeln ob diese Frau eine solche wirklich angestrebt haben mochte. Nicht zu bestreiten ist allerdings, dass die Kunst des Reitens eine Qualifizierung darstellt, die in manchem Beruf durchaus eine Rolle spielen kann. Das Reiten im Profisport, wie zum Beispiel beim Dressurreiten oder dem Polospiel ist hierbei nur die Spitze der vielfältigen Möglichkeiten, das Reiten im Berufsleben einzusetzen. Viele Ordnungsämter und Polizeizentralen nutzen den Ordnungshüter zu Pferd, der sich flexibler durch die Innenstädte bewegen kann als so manch motorisierter Uniformierter. Gleichzeitig üben solche Ordnungshüter einen recht interessanten Blickfang im sonst oft sehr tristen Stadtbild aus und werden durch das Pferd in eine Höhe erhoben, die ihrer Respektstellung in jeder Weise entspricht. Wer auf einem Pferdehof, wie zum Beispiel dem Gerhardshof arbeitet, sollte in jedem Falle die Qualifikation des Reitens beherrschen.