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Rechtliche Konsequenzen bei Missbrauch von akademischen Titeln
Missbrauch von akademischen Titeln
Akademische Grade sind Würdenbezeichnungen, die von Hochschulen nach erfolgreichem Abschluss bestimmter Studiengänge oder für besondere wissenschaftliche Leistungen verliehen werden. Beispiele für solche Titel sind Bachelor, Bakkalaureus, Magister, Master oder Doktor. Nicht eingeschlossen ist der Titel des Professors. Festgeschrieben werden diese Titel im Hochschulrahmengesetz.
Das unberechtigte Führen eines solchen akademischen Grades stellt in Deutschland keine Ordnungswidrigkeit dar, sondern wird als Straftat gewertet. Dementsprechend sind die Gesetze über den Missbrauch solcher Titel im Strafgesetzbuch zu finden, genauer gesagt im Paragraphen 132a unter dem Titel „Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen“. Der entsprechende Absatz bezieht sich dabei nicht nur auf das unberechtigte Führen tatsächlicher Titel, sondern ergänzend auch auf den Gebrauch von Bezeichnungen, die tatsächlichen Titeln zum Verwechseln ähnlich sind und für das Führen von Titeln, die nicht rechtmäßig erworben sondern gekauft wurden.
Das Gesetz sieht im Falle des nachgewiesenen Missbrauchs eine Bestrafung mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe vor, wobei in der deutschen Rechtsprechung entsprechende Fälle meistens aufgrund von Geringfügigkeit eingestellt werden. Öffentlich zugängliche Ratgeber, hierbei vor allem im Bereich Recht zeigen diese Rechtspraxis auf und ermutigen unter Umständen potentielle Täter dazu, sich durch das Führen eines unberechtigten Titels Vorteile zu verschaffen.

In der Folge kommt es dazu, dass eine entsprechende Ermittlung gegen den Träger eines unberechtigt geführten Titels zwar für den Betroffenen peinlich ist, der fortschreitende Missbrauch mit solchen Titeln allerdings nicht wirksam bekämpft wird. Bestimmte Titel führen in diversen beruflichen Zusammenhängen dazu, dass dem jeweiligen Träger ein gewisses Maß an Erfahrung, Wissen und Befähigung zugesprochen wird. So betrachtet stellt das Führen eines falschen oder unberechtigten Titels in vielen Fällen eine Täuschung zum Erlangen wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Vorteile dar.
Hier sollten Ratgeber dabei helfen, den Verbraucher vor solchen Täuschungen zu schützen.

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:: Hinzugefügt: 16.01.2008 :: :: Bewertung: 0.00 (0 votes) ::
:: Gelesen diesen Monat: 10 :: Gelesen gesamt: 72 ::

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Recht & Gesetz

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