Die Bauweise in Deutschland geht immer weiter in Richtung Niedrigenergiehaus und Passivhaus. Als Folge werden vor allem neugebaute Häuser immer luftdichter in ihrer Bauhülle. Durch die luftdichte Bauweise wird der natürliche Luftwechsel über Fugenlüftung an der Außenwand und der Spaltlüftung an Fenstern und Türen immer geringer. Den Bauherren freut es, sind der Verbrauch und damit die Kosten für Heizenergie nur noch ein Bruchteil von denen herkömmlicher Gebäude. Auch, wenn man im Internet über einen Gas- und Stromkosten Vergleich zum günstigen Energielieferanten wechseln kann, ein geringerer Verbrauch an Energie ist ja auch zusätzlich gut für unsere Umwelt. Die hohe Luftdichtheit des Gebäudes kann allerdings im Laufe der Zeit zu einem Problem werden. Der Mensch produziert durch seine Atemluft und durch waschen und kochen über den Tag verteilt eine größere Menge Feuchtigkeit vor allem in der Raumluft. Diese Feuchtigkeit muss aber wieder abtransportiert werden, da sie sich sonst an den Rauminnenwänden der Außenwand absetzt, die kühler sind als die Raumluft, und es entsteht Schimmel an den Wänden. Daher ist es notwendig, beispielsweise im Passivhaus eine Kontrollierte Wohnungslüftung durch eine Lüftungsanlage durchzuführen. Das ist eine mechanische Lüftungsanlage, welche meist als kombinierte Zuluft- und Abluftanlage eingebaut wird. Sie transportiert über Lüftungkanäle die feuchte Raumluft nach außen, wobei durch ein Wärmerückgewinnungsbauteil in der Lüftung die Wärme der Fortluft auf die kalte Außenluft bis zu 70 Prozent übertragen wird. Dadurch spart man einen Großteil von Wärmeenergie zur Zulufterwärmung ein. Mit dieser Lüftungsanlage wird automatisch die feuchte Raumluft abtransportiert und gibt dem Schimmel in einer Wohnung keine Chance.