Eine alte und sehr beliebte Nürnberger Tradition wurde in der vergangenen Vorweihnachtszeit weiterentwickelt und neu umgesetzt: Der Nürnberger Wolfgang Marx verwandelte seine Pralinen in die sogenannten Lebkugeln, indem er den Lebkuchengeschmack in seine Pralinen konzentrierte. Die inzwischen patentierten „Lebkugeln“ werden aus dem hochwertigen Elisen-Lebkuchen hergestellt, für dessen Herstellung die Stadt Nürnberg seit Jahrhunderten bekannt und beliebt ist. Laut Kennern gehört der Elisen-Lebkuchen zu den edelsten Kuchen seiner Art – dies dürfte an dem besonders hohen Mandel-, bzw. Haselnussanteil liegen. Die Elisen-Tradition stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert; aus dieser Zeit stammen nachweislich zumindest die ersten Rezepte. Nicht so alt ist das Rezept von Marx: Die Lebkugeln gibt es erst seit wenigen Wochen und das Rezept entstand durch puren Zufall. Denn nachdem Wolfgang Marx lange mit seinen Pralinen und der Zutat Lebkuchen experimentiert hatte, ließ er den Rest einer Masse über Nacht in einer Schüssel stehen. Am nächsten Morgen probierte Marx etwas von diesem Rest und er war begeistert: Ein hervorragender Geschmack hatte sich über Nacht gebildet und Marx hatte sein einmaliges Rezept entdeckt. Natürlich ließ er sich dieses Rezept sofort schützen. Aber so viel sei verraten: Neben dem Elisen-Lebkuchen gehört unter anderem Vollmilchschokolade in die Mischung der Lebkugeln. Zum Schluss werden die Kugeln, die natürlich von Hand geformt werden, mit einer dunklen 70%igen Schokolade überzogen. Leider sind die Lebkugeln bisher nur wenige Wochen haltbar – daher sollten sie am Besten frisch verzehrt werden – also noch an ihrem Herkunftsort in Nürnberg. Der Erfinder Wolfgang Marx kann sich jedoch durchaus vorstellen, seine Erfindung künftig auch überregional anzubieten.