Von Manchen bereits totgeredet, sind analoge Film-Materialien jedoch weiterhin in Gebrauch, und somit auch im Angebot. Grund genug, sich am Beispiel des Schwarz-Weiß Films einmal genauer anzuschauen, was für eine Funktionsweise dahintersteckt. Hilfreich ist auf jeden Fall ein Bildbearbeitungsprogramm, mit dem man leichte Fehler bei der Aufnahme korrigieren kann. Möglich ist dann die Korrektur von Helligkeit, Schärfe und Kontrast, außerdem kann der Bildausschnitt neu gewählt werden. Dass auf Ihrem PC auch ein Virenscanner installiert sein sollte versteht sich von selbst.
Ein herkömmlicher Schwarz-Weiß Film ist in mehreren Schichten aufgebaut.
Die lichtempfindlichen Kristalle aus Silberbromidkörnern befinden sich unter einer dünnen Schutzschicht, eingebettet in eine Emulsion aus Gelatine. Die Wasserlöslichkeit der Gelatine hat dabei den Zweck, die Silberbromidkörner in einer gleichmäßigen Dispersion zu halten. Außerdem kann sie beim Entwickeln aufquellen, damit die Entwicklerlösungen besser in ihr wirken können.
Das Ganze ist auf einen Schichtträger aus Zelluloseacetat aufgebracht, der an der Rückseite des Films wiederum mit einer Lichthof-Schutzschicht versehen ist, die verhindert, das Licht zurück in die Emulsion reflektiert wird. Alle Schichten sind mit einem Kleber verbunden.
Da die in der Emulsion eingebetteten Kristalle aus Silber- und Bromidatomen elektrisch geladen sind, bezeichnet man sie als Ionen. Dabei haben die Silberionen ein Elektron zuwenig, sind also positiv geladen. Die Bromionen haben hingegen ein Elektron zuviel und sind somit negativer Ladung.
Wichtig für die Entstehung eines latenten Bildes, dass erst durch das Einwirken von Entwicklungs-Chemikalien und dadurch (millionenfach verstärkt) als Negativ sichtbar wird, sind jedoch Störungen aus unabhängigen und ebenfalls positiv geladenen Silberionen und Verunreinigungen mit Silbersulfid.
Trifft ein Lichtphoton auf die Emulsion, wird die elektrische Ausgewogenheit die sie zusammenhält zerstört. Die überschüssigen Elektronen werden freigesetzt und beginnen zu wandern. An dieser Stelle kommen die Störungen ins Spiel; an ihnen sammeln sich die in Bewegung gesetzten Elektronen wie auch die Silberionen, die elektrische Ladung hebt sich auf und es entsteht metallisches Silber, aus dem sich das latente Bild zusammensetzt.
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