Die Insel Mykonos ist das Endglied der östlichen Kykladenreihe und gehörte einst zu den wohl wichtigsten Handelsplätzen in der westlichen Ägäis. Der Sage nach soll Mykonos der Felsen sein, mit dem Poseidon die Giganten erschlug. Der reizvolle und antike Hauptort Mykonos Stadt zieht sich mit seinen weißen, kubischen Häusern, zahlreichen Windmühlen und mehreren Kirchen im Halbkreis um eine molengeschützte Bucht an der Westküste. Mykonos Stadt ist fast autofrei.
Der Flughafen ist ca. 3 km von Mykonos Stadt entfernt. Durch die schmalen Gassen passen nur kleine Dreiräder. Viele Waren werden auch heute noch von fliegenden Händlern direkt vom Esel herunter verkauft. In den kleinen Nebengassen haben sich zahlreiche kleine Schmuck- und Antiquitätengeschäfte und Boutiquen angesiedelt, die der Stadt Mykonos den ganz besonderen Charme verleihen. Für Fotofreunde ist das Stadtviertel Little Venice (kleine Venedig) ein kleines Paradies. Die Häuser in diesem Teil der Stadt grenzen unmittelbar an das Meer. Wundervolle Sandstrände gehören ebenso dazu wie ein vielseitiges Nachtleben.
Grabungsfunde aus Rinia und Delos sind im Museum ausgestellt. Die Kirche Paraportiani ist ebenfalls einen Besuch wert. Sie wurde in vier Bauebenen angelegt. Über viele Jahrzehnte galt ein zahmer Pelikan namens Petros als eine Art Wahrzeichen von Mykonos Stadt. Seine sterbliche Hülle wurde ausgestopft und im Ortsmuseum aufgestellt. Regenlose Sommer sorgen für große Hitze auf der Insel, aber ein immer leicht wehender Wind aus Nordosten (Meltemi), macht die Tageshitze erträglich.
Zur besten Reisezeit gehören die Monate Mai/Juni oder der September. Bis Mitte Oktober kann im Meer gebadet werden. Ab dann beginnen die heftigen Winterregen. Für die Sommermonate werden viele Wassersportarten angeboten. Da es im Hochsommer zum Wandern viel zu heiß ist, bietet sich für dafür der Früh- oder Spätsommer an.