Wer profitiert bei dem Geschäft bei der Haarverlängerung mit Echthaar? Vor einiger Zeit sah ich einen Bericht im TV. Er handelte vom sogenannten „indischen Tempelhaar“. Der Begriff klingt durchaus edel, aber was steckt dahinter? Fakt ist, dass es indische Frauen gibt, die jahrelang ihr Haar aufsparen, um es dem Tempel als Opfer darzulegen. Irgendwann wussten sich die Tempelbetreiber nicht mehr weiter zu helfen und behalfen sich darin das geopferte Haar der Frauen, und Männer natürlich auch, zu verkaufen. In großen Säcken wird nun dieses „indische Tempelhaar“ nach Europa und in andere Teile der Welt verkauft. Bei dem Käufer angekommen wird das Haar gewaschen und seiner dunklen Farbe beraubt. Denn kaum eine Europäerin möchte die dunkle indische Haarfarbe. Leider aber gibt es immer wieder indische Opferhaare, die mit Henna behandelt wurden. Diese Haare sind für die Weiterverarbeitung nicht zu gebrauchen. Denn das Henna lässt sich nicht komplett auswaschen. Wenn es nun entfärbt ist, wird es mit verschiedene Haarfarben behandelt und dem europäischen Typ angepasst. Nun wird es in Haarsträhnen aufgeteilt, welche schließlich nach Wunsch der Kundin in das eigene Echthaar eingearbeitet werden. Hat man eine Haarverlängerung machen lassen, interessiert es im Nachhinein keinen mehr, wo das Haar herkommt. Denn indisches Haar ist sehr strapazierfähig und lässt sich bestens an die hiesigen Anforderungen verarbeiten.