Die Haare gelten nicht in allen Kulturen als Schönheitsideal
Haare sind ein biologisches Phänomen. Im Grunde genommen sind unsere Haare jedoch lediglich totes Zellmaterial. In ihnen sind aber viele Informationen über den Körper gespeichert, denn jedes Haar ist der genetische Fingerabdruck seines Trägers.
Darüber hinaus verrät es viel über die Gewohnheiten des Trägers, zum Beispiel was er gegessen hat oder ob der Träger Drogen genommen hat. Und schließlich ist das Haar auf gesellschaftlicher Ebene Ausdruck der Persönlichkeit sein. Anhand der Haare lässt sich vieles über dessen Träger sagen, auch ob er sein Haar und seine Kopfhaut pflegt. Das Thema Haarkosmetik ist aber nicht nur unter Frauen heute ein Thema. Von Kultur zu Kultur ist die Haarkosmetik darüber hinaus anders. In der westlichen Welt ist die Gesundheit der Haare auch ein Ausdruck dafür, dass der Mensch an sich gepflegt ist und ein gepflegter Mensch ist. Wobei das Pflegen der Kopfhaut und Haare ja in den unterschiedlichen Kulturen ganz anders aussieht. Oftmals ist die Art wie man seine Haare trägt auch der Ausdruck einer bestimmten Glaubensrichtung, bzw. Gesinnung. Wie zum Beispiel bei der jüdischen Gruppierung der Chassidim. Bei den Chassidim tragen die Männer die Haare unter einem Hut, während rechts und links eine dicke lange Strähne heraus hängt. Dann gibt es noch die so genannten Rastafari auf Jamaika. Sie tragen das krause Haar in langen dicken und verfilzten, Strähnen, wobei auch das ein Ausdruck ihrer Religion ist. Die Frauen der Massai hingegen tragen ihr krauses Haar so kurz wie möglich, wobei praktische und hygienische Gründe im Vordergrund stehen. Die Kopfhaut ist bei ihnen gerade so bedeckt. Nur die blanke Kopfhaut – das ist die Frisur der Skinheads.