Schon als der Golfsport noch in den Kinderschuhen steckte, war er ein Spiel, das nahezu ausschließlich von Männern, die meist großen Adelsgeschlechtern angehörten, in geschlossenen Golfclubs gespielt wurde. Erst in den letzten 100 Jahren öffnete es sich nach und nach dem einfachen Mann. Auf Spielerinnen mit einer Golfausrüstung auf dem Rücken musste man lange warten, denn erst gegen Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts etablierten sich auch weibliche Golfspieler im Profigolf. Später wurde unter dem Dach der PGA der erste Verband für professionelle Golfspielerinnen gegründet. Sticht eine Golfspielerin bei den Turnieren durch besondere Leistungen heraus, kann sie Einladungen zu den großen Major Turnieren der Herren erhalten. Die Leistungskluft zwischen Männern und Frauen im professionellen Golf könnte größer fast nicht sein. So verwundert es kaum, dass Frauen bei den Majors oft sehr früh aus dem Turnier ausscheiden. Vergleicht man jedoch andere Sportarten, wird man feststellen, dass es fast überall so ist, dass die Männer den Leistungssport dominieren. Man kann fast dem Irrglauben unterliegen, es hätte sich in den letzten 100 Jahren nichts im Golf verändert. Unterstützt wird diese Vermutung zusätzlich durch die vielen männlichen Prominenten und Geschäftsleuten, die auf den vielen Golfplätzen weltweit Golfbälle einlochen. An keinem anderen Ort sonst werden so viele Verträge geschlossen wie auf dem Golfplatz. Wundert man sich in Anbetracht dieser Tatsache dann noch darüber, dass auch die Wirtschaft von Männern dominiert wird?