Seit dem 1. Januar wurden für deutsche Sparer dunkle Zeiten eingeleitet.
Das Steueränderungsgesetz ist seit dem in Kraft getreten, was bedeutet, dass der Steuerfreibetrag drastisch eingeschränkt wurde.
Anleger müssen seitdem damit rechnen, deutlich weniger Dividenden und Zinserträge aus ihren Kapitalanlagen schöpfen zu können, da Teile nicht mehr als steuerfrei bewertet werden.
Für Ledige bedeutet diese Neuregelung einen steuerfreien Höchstbetrag von 750 Euro und für Verheiratete 1500 Euro. Damit muss allgemein eine Kürzung von rund 45 Prozent hingenommen werden.
Davon erhofft sich der Fiskus, künftig rund 750 Millionen Euro noch zusätzlich verbuchen zu können.
Anleger jedoch sind aus diesem Grunde dazu gezwungen, insbesondere dann wenn ihre Kapitaleinkünfte überwiegend aus Zinserträgen stammen, schnell und nachhaltig zu handeln. Betroffen davon sind unter anderem auch Tagesgeld- und Festgeldkonten. Wer da einen großen Teil seines Vermögens nicht durch eine zusätzliche Steuerlast schmälern lassen will, muss sich eine andere Anlagestrategie überlegen.
Betroffen sind hierzulande etwa 2,5 Millionen Anleger und für einige dieser Investoren bedeutet das Steueränderungsgesetz, dass die Folgen dramatisch ausfallen können.
Insbesondere Anlegern, die eigentlich für den Ruhestand vorsorgen wollten, erscheinen die Steuern, die sie auf ihre Erträge zahlen müssen als unangemessen und sollten daher überlegen, ihre individuelle Anlagestrategie zu verändern.
Als wirksamer Ausweg erweist sich, steueroptimierte Fonds für die Kapitalanlage zu wählen. Dazu gehören Anlagen in Aktienfonds oder steueroptimierte Rentenfonds, um der höheren Besteuerung zu entgehen.
Durch das Halbkünfteverfahren eröffnen sich für Anleger Chancen, dass hierbei nur die Hälfte der Dividenden versteuert werden können, während man von der anderen Hälfte steuerfrei profitieren kann.
So gibt es einige Fondsgesellschaften, die mehrere dieser Fonds im Angebot führen, die dem Anleger die Möglichkeit eröffnen, den geringeren Sparerfreibeträgen auf diese Weise entgehen zu können.
Bei steueroptimierten Rentenfonds versuchen Fondsmanager dafür zu sorgen, dass sich die steuerpflichtigen Zinserträge gering gestalten und parallel dazu steuerfreie Kursgewinne stärker zu Buche schlagen können.
Ein Fonds investiert zum Beispiel in festverzinsliche Wertpapiere, deren momentaner Kurs unter dem jeweiligen Nominalwert notiert ist. Nähert sich der Kurs diesem Wert, fällt dieser Gewinn beim Verkauf der Papiere steuerfrei aus.
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