In der traditionellen astrologischen Wissenschaft herrscht die grobe Faustregel, dass Aspekte im Horoskop, deren Entwicklung durch einen Entstehungsprozess gekennzeichnet ist, grundsätzlich eine größere Wirksamkeit entfalten als Aspekte, die sich in einer Phase des Abklingens befinden. Diese in der Astrologie vorherrschende Meinung bezieht sich sowohl auf die Aspektentwicklung beim Radix-Horoskop als auch auf die dem Jahreshoroskop zugrunde liegenden Transite. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder auch Gegenteiliges, insbesondere bei sich im Abklingen befindlichen Quadrataspekten oder Oppositionsaspekten. Diese entfalten eine gewaltige Wirksamkeit.
Beobachtungen zahlreicher Astrologen zufolge wird die stärkste Wirkung ausgelöst, wenn im Horoskop der exakte Aspekt überschritten wird. So konnte z.B. beim Jahreshoroskop festgestellt werden, dass Transite des Saturns den stärksten Einfluß ausüben, wenn die exakte Stellung des Transits im Jahreshoroskop überschritten wird.