Seit es die Menschheit gibt wird geräuchert. Schon die Steinzeitmenschen räucherten mit Räucherstoffen wie Fichte und Wacholder. Wahrscheinlich war aber den Steinzeitmenschen nicht bewusst was eigentlich das Räuchern mit Räucherwerk in Geister, Körper und Seele bewirkt. Heute wissen wir: es sorgt für Ausgeglichenheit, Harmonie und Wohlbefinden. Wir gehen davon aus, dass sie es einfach spürten.
Später kamen zu den normalen Räucherkräutern Räucherharze und Hölzer von Bäumen hinzu, danach Rinden und Wurzeln. Und so wurde immer bei Festen, dem Jahreszeitwechsel und bei rituellen Handlungen geräuchert. Irgendwann gesellten sich zu den angenehm riechenden Pflanzen Weihrauch und Myrrhe dazu. Solche Räuchermischungen aus Weihrauch und Räucherpflanzen wurden dann für die Reinigung von Templen und Kirchen weltweit in allen Kulturen verwendet.
Ein Europa wurde schon immer mit heimischen Räucherwerk geräuchert. Unter heimischen Räucherwerk versteht man dabei alle Kräuter die ursprünglich in Europa wuchsen. Erst viel später wurden arabische und indische Räucherprodukte importiert. Bekannt wurden arabisches Räucherwerk unter anderem durch die Kirche. Aus der Geschichte wissen wir dass die heiligen Drei Könige Goldweihrauch zu Jesus brachten und dort eine Schützräucherung vollzogen. In der katholischen Kirche wird daher regelmäßig ebenfalls eine Schutzräucherung durchgeführt.