Die Trauzeugen spielen in Deutschland bei einer Hochzeit eine ganz besondere Rolle. Trauzeugen sind Personen, die bei der standesamtlichen Eheschließung anwesend sind. Die Aufgabe der Trauzeugen ist dabei, diese Eheschließung zu bezeugen. Die ursprüngliche Rolle der Trauzeugen war dabei, dass sie eventuell den künftigen Ehepartner als Vermittlern zur Verfügung stehen, weil es früher durchaus üblich war, ungefragt Mann und Frau miteinander zu verheiraten. Die Trauzeugen hatte dabei auch die Aufgabe Braut und Bräutigam gegebenenfalls auch gut zureden und ihnen zur Seite zu stehen. Heute ist es in Deutschland so, dass ein Trauzeuge durch die Braut, der andere durch den Bräutigam bestimmt wird. Es kann sich dabei um Freunde, Verwandte, aber auch um Bekannte handeln. Den Trauzeugen kommt dabei im Rahmen der gesamten Hochzeit aber auch noch eine weitere Rolle zu. Und zwar halten sie beim Festessen in der Regel eine Rede oder bringen zumindest einen Toast auf das Brautpaar aus. In Deutschland ist im Rahmen der standesamtlichen Trauung seit 1. Juli 1998 die Anwesenheit von Trauzeugen nicht mehr erforderlich, kann aber nach wie vor praktiziert werden. Gleiches gilt auch für die Eheschließung bei einer gleichgeschlechtlichen Ehe in einigen der 16 Bundesländer. Trauungen in der römisch-katholischen Kirche finden aber auch heute in Deutschland nur noch in der Gegenwart von zwei Trauzeugen statt.