Arcor ist derzeit der zweitgrößte Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen direkt nach der Telekom. Der Hauptsitz des 3500 Mitarbeiter zählenden Unternehmens befindet sich in Eschborn. Im Jahr 2006 erwirtschaftete Arcor einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.
Unmittelbar nach der Liberalisierung des Telefonmarktes, wurde Arcor bereits zum größten Konkurrenten der Telekom. Anfangs waren die Arcor Anschlüsse zwar nur in wenigen Großstädten verfügbar, aber der Ausbau der eigenen Netzstruktur wurde sehr schnell vorangetrieben, sodass Arcor der Telekom immer mehr Kunden abwerben konnte. In der Anfangsphase war Arcor sogar häufig überfordert mit der hohen Zahl an Neukunden, sodass diverse Male Probleme mit dem Kundenservice auftraten. Viele Menschen die der Service der Telekom nicht begeisterte, sahen Arcor als längst überfällige Alternative und wechselten schnellstmöglich den Anbieter.
Nach einigen Jahren folgte neben dem Festnetzangebot von Arcor auch die Einführung der DSL Technologie, die sich schnell zu einem großen Erfolg in ganz Deutschland entwickelte. Auch hier war die Nachfrage riesig und konnte anfangs kaum bewältigt werden. Arcor gehört inzwischen auch in diesem Bereich zu einem der Hauptkonkurrenten der Telekom. Zusammen mit einigen anderen Unternehmen wie z.B. Alice, O2, Tele2 oder Congstar gehört Arcor zu den großen, bundesweit agierenden DSL Anbietern. Die Angebotspalette von Arcor ist sehr umfangreich und umfasst DSL Flatrates von DSL 1000 bis DSL 16000, wobei die Preise problemlos mit der Konkurrenz mithalten können. Seit 2005 gehört auch die Internet Telefonie zu den Angeboten von Arcor, wodurch das Unternehmen als einer der ersten Anbieter am Markt mit dieser Technologie vertreten war.
Einen Imageschaden erlitt das Unternehmen im Jahr 2007 durch die Sperrung verschiedener Erotikangebote im Internet. Arcor war der einzige Provider der diese Art der Zensur durchführte, während sich andere Unternehmen diesem Vorgehen verweigerten. Als Folge erntete Arcor eine Menge negativer Presse und verlor einen kleinen Teil seiner Kundschaft. Inzwischen hat Arcor sein Vorgehen geändert und erlaubt nun wieder den freien Zugriff auf alle Internetseiten.