In der Entwicklungsgeschichte des Geldes war es ein wichtiger Schritt, dass Schuldscheine oder Depositenscheine auf eine Ware ausgegeben wurden. Als der Depotverwalter merkte, dass nie all Leute ihre Ware auf einmal aus dem Depot holen wollten, kam er auf die Idee mehr Depotscheine auszugeben als Ware im Depot war. So lange alle daran glaubten, dass sie ihre deponierten Waren auch zurückbekommen würden, war diese Praktik kein Problem. Die Banken machen es heute noch genauso, wenn viele Leute ihr Geld auf die Bank tragen, erhalten sie von der Bank i.d.R. einen Zins. Das Geld der Leute wird wiederum an andere Leute, die Geld benötigen zu einem höheren Zins als Kredit verliehen. Die Zinsdifferenz ist der Verdienst der Bank. Auch heute noch gibt die Bank das 10 fache an Krediten heraus, als sie Geld im Tresor liegen hat, unter der Annahme, dass nicht alle Kunden gleichzeitig ihr Geld von der Bank holen. Diese hohe Ausgabequote ist ein zusätzlicher Gewinn der Bank. Eine Einlage bei einer Bank ist eine Forderung an die Bank. Solange das Vertrauen da ist, dass man sein Geld von der Bank zurückbekommt funktioniert dieses System.