Der Pflegenotstand in Deutschland kann nicht geleugnet werden. Zu viel Arbeit und viel zu wenig Geld kritisieren völlig zu Recht deutsche Pfleger und Pflegerinnen.
Immer mehr alte Menschen sind auf Pflege angewiesen, vielfach sogar auf eine 24 h Betreuung. Durch die immense Kostenexplosion ist eine wirklich gute Pflege vielfach nicht mehr gewährleistet. Menschen deren Eltern oder ein Elternteil auf Pflege angewiesen, sie sind aber selbst berufstätig, geben ihre Angehörigen nicht mehr guten Gewissens in ein Pflegeheim.
Und nicht nur das, alte Menschen fühlen sich oft zu Hause am wohlsten. Die wenigsten verlassen gerne ihr Zuhause, in dem sie vielleicht schon Jahrzehnte wohnen.
Nun hat sich durch die EU Osterweiterung für pflegende Angehörige eine neue Perspektive ergeben. Polnische Pflegekräfte können nun in den Dienstleistungsbereich mit einbezogen werden. Ist dies eine Chance oder ein Risiko? Sicherlich beides, denn die alten und pflegebedürftigen Menschen können wieder auf eine humane Pflegesituation hoffen, auf der anderen Seite aber gerät das deutsche Pflegepersonal durch weiter sinkende Lohnkosten noch mehr unter Druck.
Sicherlich kommt es immer auf die Perspektive an. Doch für pflegebedürftige Menschen, die zu annehmbaren Preisen rund um die Uhr von polnischen Pflegekräften betreut werden können, ist dies sicherlich eine Erleichterung. Vielleicht wird es aber am Ende auch die Wettbewerbsfähigkeit steigern.
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