Auf den meisten Schulen in Deutschland ist es üblich, dass die Schüler im 8. Schuljahr ein Praktikum in einem Betrieb absolvieren. Das Praktikum gibt einen ersten Einblick in den Beruf, den man sich theoretisch schon für seine Zukunft ausgewählt hat.
Ein Schulpraktikum dauert in der Regel 3 Wochen und die Teilnahme ist Pflicht. Sich eine geeignete Betriebsstätte auszusuchen für das Praktikum, darf sich jeder Schüler selbst. Sollte dem Schüler allerdings die Wahl schwer fallen, so werden die Lehrer in dem Falle behilflich sein. Ungern gesehen wird von den Lehrkörpern, wenn der Schüler im gleichen Betrieb ein Praktikum absolviert, wo der Vater oder die Mutter arbeitet. Der Praktikant wäre dann nicht so selbständig wie er sollte.
Die Bezahlung durch den Betrieb ist keine Pflicht. Es gibt allerdings einige Firmen, die ihren Schulpraktikanten eine Pauschale zahlen.
Nach den drei Wochen ist der Schüler schon wieder einen Schritt weiter. Entweder ist er sich nun schon viel sicherer, dass er sich für die richtige Berufswahl entschieden hat, oder aber er hat festgestellt, dass er kein Interesse an der Tätigkeit hat.
An vielen Schulen wird daher in der 9. Klasse noch ein zweites Schulpraktikum angeboten.
Der Praktikant sollte auf jeden Fall in seinem Praktikumsbetrieb den bestmöglichsten Eindruck hinterlassen, sofern ihm etwas an dem Beruf liegt. Der Leiter der Auszubildenden wird auch einen Schulpraktikanten genaustens bei der Arbeit beobachten und sich hinterher ein Urteil erlauben.
Schickt der Schulabgänger dann eine Bewerbung an die Firma, so ist es sehr gut möglich, dass man sich an den Praktikanten erinnert und ihn aufgrund seiner Fähigkeiten und seines hinterlassenen Eindrucks einstellt.
Ein Praktikum bietet also für beide Seiten Vorteile: Für den Praktikanten dient es als Berufsorientierung und für den Betrieb verschafft es einen ersten Eindruck über einen evtl. späteren Bewerber!
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