Spricht man von einem Sushi-Messer, so kommt man um die Tradition der japanischen Schwert-Schmiedekunst nicht umher. Im wesentlichen unterscheidet sich ein originales Japanmesser von einem westlichen Messer durch die Qualität des Stahls und der Schärfe der Klingen.
Traditionell besteht ein Sushimesser oder auch Japanmesser aus hochwertig geschmiedetem Qualitätsflachstahl. Dem gleichen Stahl aus dem ein Katana , ein traditionell geschmiedetes Schwert, hergestellt wird und wurde.
Ein weiterer großer Unterschied zwischen einem japanischen Sushi-Messer und einem durchschnittlichen, westlichen Messer ist die Art und Weise, wie es geschärft wird.Das Schleifen der Japanmesser funktioniert anders. Während fast alle westlichen Messer an beiden Rändern der Klinge geschärft werden, wird das Sushi-Messer an nur einer Kante geschärft. Mit Naßschleifsteinen, in aufeinander abgestimmten Körnungen von 4000-12000. Die daraus resultierende Schärfe gleicht der Schnittkante einer Rasierklinge. Der Vorteil einer einseitig geschliffenen Klinge liegt in der Präzision des Schnitts. Der Nachteil ist das mühsame und langatmige Erlernen dieser perfekten Schneidekunst.
Der Begriff Sushi-Messer ist hier i.ü als Oberbegriff zu sehen, denn es gibt dutzende Varianten dieser höchst kunstvollen Klingen. Jedes dieser Messer ist so entworfen worden, dass es Ihnen gestattet, ein Höchstmaß an Perfektion zu erreichen. So gibt es bestimmte Fischarten, die nur mit einer speziell angefertigten Klinge bearbeitet werden. Ein einfaches Allzweck-Sushi-Messer kann ohne Probleme von diversen Versandhändlern angefordert werden. Nur ist hierbei bis auf den Namen des Messers und der kopierten Klingenform nichts was an das Original erinnert. Vor allem die schlechte Qualität des Stahls ist hier zu erwähnen, der nach wenigem Gebrauch zur Wegwerfware mutiert. Die Klingenschärfe des japanischen Originals wird durch die mangelhafte Industrie -Massenverarbeitung nicht im Ansatz erreicht.
Diese Messer taugen allerhöchst als Zierde an der Wand.