Carl Stamitz (8.5.1745 Mannheim - 9.11.1801 Jena) zählt zu den Komponisten der Mannheimer Schule zweiter Generation. Diese Schule steht heutzutage immer noch im Schatten der sehr populären Wiener Klassik, die von Komponisten wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven vertreten wird. Dabei ist es die Mannheimer Schule, die musikalische Neuerungen entwickelte, die von der Wiener Klassik dann aufgegriffen wurden. Der Innovationenreichtum brachte ihr in der Musikgeschichte die Bezeichnung „Avantgarde des 18. Jahrhunderts“ ein. Musikalische Neuerungen sind: Festlegen der Orchesterbesetzung (bis dahin hing die Aufführung von den vorhandenen Musiker an einem Ort ab); zudem Erweiterung der Instrumente im Orchester (Hörner und Klarinetten); Terzmelodik; Mannheimer Rakete (Passagen in aufwärtsstrebenden Dreiklängen); stufenlose Dynamik; Verwendung von charakterlich gegensätzlichen Themen innerhalb eines Musikstücks.
Carl Stamitz schuf hauptsächlich Werke für Orchester. Von seinen Zeitgenossen war als Komponist und Musiker hochgeschätzt (siehe die Äußerungen von Jean Paul über Carl Stamitz).