ABS, in modernen Fahrzeugen seit Jahren der wichtigste Sicherheitsstandard zum Schutz der Insassen vor den Folgen eines Aufpralls bei so genannter Vollbremsung.
Zur Funktionsweise: Das Anti-Blockier-System ist eine durch Sensoren gesteuerte Funktion, die in Intervallen die Bremswirkung regelt. Wird eine Vollbremsung ausgeführt, hebt das ABS die Bremswirkung kurz vor Beginn des Blockierens der Räder auf. Dies geschieht für einen Bruchteilen von Sekunden. Kurz vor der Blockierung hat das Fahrzeug die größte Bremskraft, die nutzt das ABS.
Der Fahrer spürt es als ein starkes Stukkern des Fahrzeuges und durch ständige Druckveränderung am Bremspedal. Der entscheidende Vorteil ist, dass das Fahrzeug während des Bremsvorganges lenkbar bleibt und einem Hindernis sicher ausweichen kann. Durch das Verhindern des Blockierens der Räder kommt das Fahrzeug nicht ins Rutschen. Die Gleitreibung, die an die Stelle der Haftreibung treten würde, hat 20 bis 25% weniger Bremswirkung.
Als Besitzer eines modernen Fahrzeuges mit ABS sollte man auf einem freien Platz vorher die Wirkung des ABS testen. Wenn man das Fahrzeug auf 50 km/h beschleunigt hat, löst man eine Vollbremsung aus. Dann sollte man das Fahrzeug während des Bremsvorganges in der Spur halten, bis es zum Stehen gekommen ist.
Vor der Erfindung des ABS oder bei älteren Fahrzeugen ohne ABS empfahl sich als Gefahrenbremsung die Intervallbremsung, zum Beispiel bei Glatteis: Starkes Bremsen, kurzes Loslassen des Bremspedals, wieder stark bremsen usw.
Bei heutigen modernen Fahrzeugen wird mittlerweile jedes einzelne Rad separat durch das ABS angesteuert und - je nach Beschaffenheit des Untergrundes - wird jedes Rad individuell gebremst. Man braucht bei einem Fahrzeug mit ABS nur noch kraftvoll auf Bremspedal zu treten und das Fahrzeug richtig zu lenken.
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