Nach einer kurzen Phase der Digitaluhren konnten sich Ende der 1970er Jahre wieder die Analoguhren ihre Führungsposition zurückerobern. Dazu beigetragen hat vor allem der Einsatz der Elektronik. Ein winziger Kristall liefert in der Sekunde 32768 Mal ein Schwingungssignal (zum Vergleich: die Unruh in der mechanischen Uhr pendelt mit bis zu fünf Schwingungen pro Sekunde), mit dem die Elektronik die Zeit abgleicht und so für eine Ganggenauigkeit sorgt, die sich im Bereich von Sekunden pro Tag abspielt. Die Elektronik machte auch die Verwendung von Batterien notwendig, die gleichzeitig das bei mechanischen Armbanduhren oft übliche Aufziehen einer Uhr erübrigte. Eine Marktübersicht vom Anfang des Jahres 1978 belegt, welch hohen Stellenwert die Armbanduhr genoss. Immerhin boten selbst Versandhäuser wie Quelle oder Neckermann Uhren für umgerechnet über 70 Euro (Einstiegsmodelle bei den Quarzuhren) an. Bei Herstellern wie Seiko, Certina oder Pallas begannen die Programme umgerechnet bei 120 Euro und mehr. Dabei endete der Ausgabeposten nicht mit dem Kauf der Uhr. Regelmäßig musste die Batterie gewechselt werden, was – je nach Modell und Händler - noch mal zwischen etwa 8 und 15 Euro kostete. Nur bei wenigen Typen (etwa Seiko CZ 029 & CM 073 und Timex 988 502) konnte auch der Laie den Batteriewechsel vornehmen, was allerdings eine ruhige Hand und eine gewisse Fingerfertigkeit verlangte. Auch sollten Fingerabdrücke auf der Batterie vermieden werden. Diese konnten leicht die Oxidationsgefahr innerhalb des Gehäuses erhöhen. Die Hersteller priesen ihre Uhren meist mit Batterielaufzeiten von fünf und mehr Jahren an. In der Praxis reduzierte sich die Zeit in der Regel auf rund zwei Jahre. Optisch und technisch hat die Elektronik für Veränderungen sorgen können. Durch die Bauweise waren noch weitaus mehr Variationen bei der Gestaltung des Gehäuses möglich. Zudem ließen sich weitere Messwerkzeuge und auch Spielereien bis hin zum Rechner und Terminplaner integrieren. Diesbezüglich waren die Ressourcen der mechanischen Armbanduhr doch deutlich begrenzter. Die größere Ganggenauigkeit der quarzgesteuerten Uhr hat sich – zumindest für den Laienalltag – als weniger relevant erwiesen. Mechanische Armbanduhren sind bei einer entsprechend hochwertigen Konstruktion zum ähnlichen Verkaufspreis immer noch mit einer Genauigkeit im Sekundenbereich im Rennen.